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JUSTIZKREUZ

("Urtsel", von Urteilssäule), das zeigen sollte, daß der Abt, der Herr über das Recht war, ragt in der Mitte des Marktplatzes empor. 1774 wollten die Bürger das Symbol der mittel-alterlichen Herrschaft niederreißen und durch einen Brunnen ersetzen. 20 Jahre später rissen die französischen Revolutionstruppen das Kreuz nieder. Erst 1938 wurde es vor dem Stadthaus wieder errichtet, um dann 1944 wieder zerstört zu werden. 1982 wurde es nach Plänen aus dem 18. Jh. wieder an seinem ursprünglichen Standplatz errichtet. Auf dem Marktplatz fällt vor allem der

DENZELT

der ehemalige Justizpalast auf, der teilweise in die zweite Hälfte des 14. Jh. zurückreicht und nach dem Brand von 1444 in seinen großen Linien das heutige Aussehen erhielt. Der "Dingstuhl" (Jahrgedinge wurden in der offenen Halle mit Spitzbögen abgehalten) ist der ehemalige "Justizpalast", in dem es auch eine Folterkammer und ein Gefängnis gab. An den großzügigen Fensterrahmen stellt man den Übergang der Gotik auf die Renaissance fest. Bei den Renovierungsarbeiten im Jahre 1898 wurden die Gottesmutter, König Salomon und die Kardinal-tugenden in die Fassade eingefügt. 1993 wurde das Denkmal erneut restauriert.

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